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PV Module Definition
PV Module Garantie






Garantiebedingungen Solarmodule

Wer sich mit der Idee einer Photovoltaik-Anlage angefreundet hat, der wird für die Finanzierung sehr schnell auf einen Betrag kommen, der im 5-stelligen Bereich liegt. Durch die unterschiedlichen Arten der Finanzierung und der Einspeisevergütung, kann dieser Betrag gestemmt werden. Günstige Zinsen und die Tatsache, dass ein monatlicher Betrag mit der Investition eingenommen wird, erleichtert die Umsetzung des Bauvorhabens. Und schließlich steht am Ende der Abzahlung ein Zeitraum, wo der Betreiber keine Kosten mehr tragen muss und die generierten Einnahmen für sich behalten kann. Der Weg dahin sollte jedoch im Voraus akribisch geplant werden.

Gesetzliche Bestimmungen zur Garantie

Vorschriften, die eine gesetzliche Garantie vorsehen gibt es nicht. In diesem Sinne werden kein Laufzeiten und keine Pflichten geregelt. Seit dem Jahr 2002 gilt jedoch eine gesetzliche Gewährleistungspflicht. Diese hat eine Gültigkeit von 2 Jahren. Dies hat auf den Sektor der Solarmodule jedoch meist wenig Einfluss, da die Anbieter von sich aus längere Produktgarantien gewährleisten. Was sich zunächst als großer Vorteil anhört, kann jedoch im Härtefall zu großen Problemen führen. Die Anbieter von Photovoltaik-Anlagen sind mit Versprechungen und Garantien sehr großzügig wenn es um den Verkauf geht. Sollte jedoch tatsächlich ein Schaden auftreten und dafür vom Besitzer eine Leistung gefordert werden, so stellen sich zahlreiche Unternehmen quer.

Produkt- und Leistungsgarantien

Dies sind die Garantiearten, welche von den Anbietern gerne genutzt werden. Produktgarantien betreffen die gängigen Vorschriften zur Beseitigung von Mängeln. Im Prinzip entspricht es der Gewährleistung. Ein Unterschied ist jedoch, dass die gesetzliche Gewährleistung lediglich 2 Jahre läuft, eine Produktgarantie von den Anbietern der Photovoltaik-Anlagen meist über fünf oder sogar zehn Jahre gewährt wird.
Die Produktgarantie wirkt sich jedoch nicht auf die Leistungsfähigkeit der Solarmodule aus. Für diesen Bereich sind die Leistungsgarantien zuständig. Dabei ist es üblich, dass die Garantiezeiten je nach Leistung gestaffelt sind. Dies könnte z.B. folgendermaßen aussehen:
  • Leistungsgarantie auf 90% über 10 Jahre (auf die Nennleistung bezogen)
  • Leistungsgarantie auf 80% über weitere 8 Jahre (auf die Nennleistung bezogen)
  • Leistungsgarantie auf 75% über weitere 7 Jahre (auf die Nennleistung bezogen)
Insgesamt ist es üblich, dass die Leistungsgarantie einen Zeitraum von 20 - 25 Jahren abdeckt.

Garantien für andere Komponenten

Zu einer kompletten Photovoltaik-Anlage gehören neben den Modulen, die Verkabelung und der Wechselrichter. Gerade bei Letzterem sind erweiterte Garantiebedingungen vorteilhaft. Diese werden auf Fehler in der Konstruktion, Mängel beim Material oder Fehler bei der Ausführung bezogen. In der Regel ist die Laufzeit der Garantie auf 5 Jahre begrenzt. Allerdings lässt sich diese über einen kostenpflichtigen Garantievertrag durchaus auf 10, 15 oder auch 20 Jahre erhöhen. Da der Wechselrichter ein hochtechnisiertes Produkt ist, können bei einer solch langen Laufzeit der Anlage durchaus einmal Fehler auftreten. In diesem Sinne sollte der Käufer sich ausrechnen ab wann eine Garantieverlängerung für ihn sinnvoll ist. Dies ist natürlich im Verhältnis zu den Kosten der Verlängerung zu sehen.

Garantien der Hersteller

Die Garantien sollen für den Käufer eine Sicherheit bedeuten. Ein Kauf von der Tragweite einer Photovoltaik-Anlage ist nicht immer so einfach zu stemmen. In diesem Sinne bietet die Garantie und Gewährleistung eine Verminderung des Risikos der Investition. Die Hersteller nehmen dieses Bedürfnis nach Sicherheit als Anlass ihre Marketingstrategie anhand dessen auszurichten. Teilweise überbieten sich die Hersteller mit ihren Garantien, so dass sehr lange Laufzeiten möglich sind.

Studien der vergangenen Jahre, z.B. von photon oder Ökotest, haben jedoch ergeben, dass zwar großspurige Garantien ausgegeben werden, es für die Kunden teilweise jedoch unmöglich ist diese in Anspruch zu nehmen. Die Formulierungen bei den Bestimmungen zur Garantie sind so aufgebaut, dass dem Besitzer der Anlage fortwährend Steine in den Weg gelegt werden. Dabei kann es sich um diverse Gutachten handeln, die zuvor eingeholt werden müssen und die natürlich auch mit Kosten verbunden sind.

Ein weiteres, jedoch unvermeidbares, Risiko stellt der Hersteller selber dar. Sollte das Unternehmen Insolvenz anmelden und komplett von der Bildfläche verschwinden, so sind auch die Garantiebedingungen hinfällig.

Worauf bei den Garantiebestimmungen geachtet werden sollte

Trotz teilweise negativer Meldungen über den Umgang der Firmen mit den Kunden, sind die Garantien und Gewährleistungen ein wichtiger Bestandteil des Kaufvertrages. Weiterhin sind sie die einzige Sicherheit, die dem Kunden zur Verfügung steht, wenn nach dem Kauf etwas nicht mehr richtig funktioniert. Da die Kunden natürlich am liebsten immer die Garantien in Anspruch nehmen würden, die Firmen dies hingegen meist zu vermeiden versuchen, ist es wichtig einige Hinweise zu beherzigen.

Einmal sollten die Formulierungen beim Kauf im Bezug auf die Garantien und Gewährleistungen geprüft werden. Grundlegende Tipps sind schwierig zu geben, da jedes Unternehmen andere Formulierungen verwendet. Aber schon das eigene Vorstellungsvermögen schafft Abhilfe. Wer sich in die Lage versetzt einen Mangel festgestellt zu haben, der sollte anhand der Garantiebedingungen einmal durchspielen, ob die Vorgaben einzuhalten sind. Ist eine Beweislast gefordert, so stellt sich die Frage, wie diese erbracht werden kann. Dies ist oftmals mit Kosten verbunden. Daher sollte beim Angebotsvergleich - der unbedingt durchgeführt werden sollte - auch auf diese Details geachtet werden. Wenn die Unternehmen die Garantiebestimmungen nicht von sich aus zusenden, denn sollten diese eingefordert werden. Der Kunde hat ein Recht auf die Einsicht in diese Unterlagen.

Um der Möglichkeit der Insolvenz vorzubeugen, kann der Kunde nur eins tun. Er muss sich bei seinen Anfragen auf Firmen beschränken, die ein gesichertes Firmenkonzept aufweisen. Wer in ein Unternehmen investiert und sei es noch so günstig, welches bereits kurz vor der Pleite steht, der wird im Garantiefall leer ausgehen und die Kosten selber tragen müssen.

Die Garantie ist ein Bestandteil des Service. Und wenn dieser in Anspruch genommen werden muss, so wird natürlich auch bestenfalls ein deutschsprachiger Mitarbeiter benötigt. Auch ausländische Firmen haben in der Regel solche Ansprechpartner. Gibt es jedoch einmal Probleme, so muss sich der Kunde vielleicht an die nächst höhere Instanz wenden. Bei einem z.B. chinesischen Unternehmen wird es mit der Sprache dann vielleicht schon schwierig. Nur die wenigsten sind im Englischen so verhandlungssicher, wie sie es im Deutschen sind. Hier ist es ein großer Vorteil, dass nicht unbedingt auf ausländische Firmen zurückgegriffen werden muss. Die deutschen Hersteller weisen höchste Qualität auf. Auch bei den Bedingungen zur Garantie können nur wenige ausländische Firmen mit den deutschen Unternehmen konkurrieren. Die Wichtigkeit der Garantie ist dabei über jeden Zweifel erhaben
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